SPD-Fraktion fordert schnelle Klarheit zur Zukunft der Kita "Kleine Arche"

Weiterbetrieb derzeit einzige realistische Option

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung sieht nach der Sitzung des Sozialausschusses in der Kita „Kleine Arche“ in Richen weiter dringenden Handlungsbedarf.
Auf Initiative der Ausschussvorsitzenden Dr. Daniela Stoeckel tagte das Gremium direkt vor Ort, um sich ein eigenes Bild von der Situation zu machen. Deutlich wurde dabei vor allem eines: Zeit für weitere Unklarheit gibt es nicht.

„Nach dem, was im Sozialausschuss dargestellt wurde, ist der zumindest mittelfristige Weiterbetrieb der Kleinen Arche derzeit faktisch alternativlos“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Marvin Donig. „Für die 54 Kinder, ihre Familien und das Team gibt es kurzfristig keine realistische Ausweichlösung. Diese Realität muss Ausgangspunkt aller weiteren Gespräche sein.“

Besonders deutlich wurde vor Ort, dass eine Verlagerung der Kinder in andere Einrichtungen keine tragfähige Option darstellt. Die Mehrheit der Kinder in der Kleinen Arche hat einen Ganztagesplatz. Diese Betreuungszeiten können in den übrigen Kitas in Groß-Umstadt in dieser Größenordnung nicht aufgefangen werden.

Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dennis Alfonso Muñoz, der an der Sitzung teilnahm, betont die Tragweite der Situation: „Hier geht es nicht um abstrakte Planung, sondern um konkrete Lebensrealitäten. Wenn im Frühjahr die Platzzusagen erfolgen und keine Klarheit besteht, geraten Familien massiv unter Druck. Wer dann keinen Platz hat, steht im Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Betreuung da; mit allen Folgen für Beruf und Familie.“

Vor diesem Hintergrund weist die SPD-Fraktion auch auf den engen zeitlichen Rahmen hin. Zwar sollen weitere Gespräche stattfinden, doch ein Zuwarten bis in den Sommer hinein hält die SPD-Fraktion für fahrlässig.

SPD-Fraktion fordert Stärkung der hauptamtlichen Strukturen bei der Feuerwehr

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag zur Anpassung des Bedarfs und Entwicklungsplans der Feuerwehr eingebracht. Ziel ist es, die hauptamtlichen Strukturen bei der Gerätewartung und in der Führung der Feuerwehr zu stärken und damit die Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern. Hintergrund ist die aktuelle Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Groß-Umstädter Feuerwehr, der selbst einen deutlich gestiegenen Arbeitsaufwand bei Wartung, Prüfung und Dokumentation von Feuerwehrgeräten und Fahrzeugen feststellt. Die Feuerwehr hatte darin bereits deutlich gemacht, dass die vorhandenen zwei hauptamtlichen Gerätewarte nicht mehr ausreichen, um die gesetzlichen Anforderungen zuverlässig zu erfüllen. Diese fachliche Einschätzung greift die SPD-Fraktion nun auf und will sie konsequent umsetzen.

Die SPD fordert deshalb, die im Plan vorgesehene ehrenamtliche Lösung durch eine dritte hauptamtliche Stelle zu ersetzen. „Die Feuerwehr hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass Wartung, Prüfung und Dokumentation sicherheitskritisch und haftungsrelevant sind. Diese Aufgaben gehören in hauptamtliche Hände. Wir setzen mit unserem Antrag genau die ursprüngliche Intention der Feuerwehr um“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Marvin Donig.

Zusätzlich beantragt die SPD-Fraktion eine befristete vierte hauptamtliche Stelle, um den erheblichen Inventarisierungs- und Prüfungsstau abzuarbeiten, der sich in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Auch dieser Umstadt ist im Bedarfs-und Entwicklungsplan ausdrücklich beschrieben worden. Nur mit zusätzlichem Personal kann in absehbarer Zeit wieder ein rechtssicherer Zustand bei Ausrüstung und Dokumentation erreicht werden.

Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die Führung der Feuerwehr. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan weist auch hier auf eine stetig wachsende administrative Belastung der ehrenamtlichen Führungskräfte hin. Die SPD-Fraktion fordert deshalb, zu prüfen, wie kurzfristig Mittel für eine hauptamtliche Unterstützungsstelle bereitgestellt werden können. „Die Feuerwehr selbst warnt davor, dass die Belastung der Ehrenamtlichen immer größer wird. Wenn wir diese Entwicklung nicht stoppen, gefährden wir die Besetzung wichtiger Führungsfunktionen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dennis Alfonso Muñoz.

Die SPD-Fraktion sieht ihren Antrag als klares Bekenntnis zum Ehrenamt. „Unsere Feuerwehrleute stehen Tag und Nacht für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt ein. Dieses Engagement verdient Respekt und eine professionelle Unterstützung durch die Stadt.Wer das Ehrenamt stärken will, muss für verlässliche Strukturen sorgen. Genau darum geht es in unserem Antrag“, erklären Donig und Alfonso Muñoz abschließend.

Anfrage der SPD-Fraktion

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Magistratsmitglieder,

die SPD-Fraktion bittet im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen um Auskunft zu den aktuellen finanzpolitischen Entwicklungen und deren konkreten Auswirkungen auf die Stadt Groß-Umstadt. Vor dem Hintergrund der vom Hessischen Städte- und Gemeindebund (HSGB) prognostizierten Steigerung der Einkommensteueranteile in Höhe von +5,3 % für das 4. Quartal 2025 bitten wir um eine Darstellung, wie sich diese Entwicklung auf die Ertragslage der Stadt Groß-Umstadt auswirkt.

Konkret bitten wir um Beantwortung der folgenden Fragen:

  • Mit welchen zusätzlichen Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ist für die Stadt Groß-Umstadt auf Basis dieser Prognose zu rechnen?
  • Wie wirkt sich die prognostizierte Entwicklung der Einkommensteuer auf den Jahresabschluss 2025 aus, insbesondere im Hinblick auf Abweichungen gegenüber den bisherigen Planansätzen?
  • Welche Auswirkungen ergeben sich daraus für den aktuellen Stand sowie die weitere Entwicklung der städtischen Rücklagen?


Die Beantwortung dieser Fragen ist aus Sicht der SPD-Fraktion eine wichtige Grundlage für die weiteren Beratungen und Entscheidungen im Rahmen der Haushaltsaufstellung.

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Hauptthemen: 

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Rückkehr zu Konsenskultur erforderlich
 

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SPD-Fraktion stellt Fragen zur Zukunft der Kita „Kleine Arche“

Kündigung des Betriebsvertrags wirft grundlegende Fragen zur Kita-Planung in Groß-Umstadt auf

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Groß-Umstadt hat eine umfassende Anfrage an den Bürgermeister zur Zukunft der evangelischen Kindertagesstätte „Kleine Arche“ in Richen gestellt. Anlass ist die Pressemitteilung des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald vom 8. Januar 2026, wonach der bestehende Betriebsvertrag mit der Stadt zum Jahresende 2025 gekündigt wurde.

Hintergrund der Kündigung ist nach Angaben des Dekanats die Entscheidung der Stadt und der politischen Gremien, den ursprünglich geplanten Neubau einer 5-gruppigen Kindertagesstätte in der St.-Péray-Straße nicht weiter zu verfolgen. Dieser Neubau sollte perspektivisch auch die bekannten baulichen Probleme der Kita „Kleine Arche“ lösen. Das Gebäude ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Genannt werden unter anderem Probleme mit Statik, Brand- und Blitzschutz sowie ein anhaltender Legionellenbefall. Der Träger ist verpflichtet, den Betrieb der Einrichtung noch bis Ende 2026 aufrechtzuerhalten. Aktuell werden dort 54 Kinder betreut.

„Die Kündigung des Betriebsvertrags ist ein deutliches Warnsignal“, erklärt die SPD-Fraktion. „Gerade weil die Verwaltung selbst im Herbst 2025 vorgeschlagen hatte, auf den Neubau zu verzichten und stattdessen die Option einer Erweiterung der Kita ‚Kleine Arche‘ um zwei bis drei Gruppen ins Spiel gebracht hat, stellt sich nun die Frage, wie tragfähig diese Planung tatsächlich war.“

Mit ihrer Anfrage will die SPD-Fraktion klären, ob und in welcher Form Gespräche mit kirchlichen und freien Trägern geführt wurden, bevor die Abplanung des Neubaus vorgeschlagen wurde, und ob der Stadt bereits zu einem früheren Zeitpunkt bekannt war, dass der Träger eine Kündigung in Erwägung zieht. Ebenso fragt die SPD nach den konkreten Konsequenzen für die gesamte Kita-Bedarfsplanung.

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