Kündigung des Betriebsvertrags für die Kita „Kleine Arche“ und Auswirkungen auf die Versorgung mit Kita-Plätzen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald hat mit Pressemitteilung vom 8. Januar 2026 darüber informiert, den mit der Stadt Groß-Umstadt bestehenden Betriebsvertrag für die evangelische Kindertagesstätte „Kleine Arche“ in Richen zu kündigen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Stadt den ursprünglich vorgesehenen Neubau einer 5-gruppigen Kindertagesstätte in der St.-Péray-Straße nicht weiter verfolgt.
Der Trägervorstand der Gemeindeübergreifenden Trägerschaft der Kindertagesstätten (GüT) fasste den entsprechenden Beschluss am 22. Dezember 2025 auf Wunsch der Kirchengemeinde Richen. Die GüT ist verpflichtet, den Betrieb der Einrichtung noch für die Dauer eines Jahres aufrechtzuerhalten.
In der Pressemitteilung des Dekanats wird zudem ausgeführt, dass sich der bauliche Zustand der Kita „Kleine Arche“ seit Jahren erheblich verschlechtert hat. Genannt werden unter anderem Probleme mit Statik, Brand- und Blitzschutz sowie ein anhaltender Legionellenbefall. Aktuell werden in der Einrichtung 54 Kinder von 17 Beschäftigten betreut.
Parallel dazu hatte die Verwaltung den politischen Gremien im Herbst 2025 im Rahmen der Kita-Bedarfsanalyse vorgeschlagen, den Neubau der Kita in der St.-Péray-Straße zurückzustellen und stattdessen das Bestandsgebäude der evangelischen Kita „Kleine Arche“ um zwei bis drei Gruppen zu erweitern, um den künftigen Bedarf an Betreuungsplätzen abzudecken. Diese Option erscheint durch die nun erfolgte Kündigung des Betriebsvertrags fraglich.
Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:
Die Haushaltssitzung der Stadtverordnetenversammlung von Groß-Umstadt endete letzte Woche mit einer Ablehnung des Haushalts. Trotz der Bemühungen von SPD und FDP blieb eine Einigung aus. Zuvor war eine Sitzungsunterbrechung beantragt worden, um den Fraktionen die Möglichkeit zu geben, offene Punkte konstruktiv zu klären und Bewegung in die festgefahrene Diskussion zu bringen. Ziel war es, Verantwortung zu übernehmen und einen tragfähigen Haushalt im Interesse der Stadt zu ermöglichen. Diese Gesprächsoffenheit wurde jedoch nicht von allen Beteiligten in gleicher Weise erwidert. „Wir haben bewusst die Unterbrechung der Sitzung initiiert, um Kompromisse auszuloten und aufeinander zuzugehen. Ein handlungsfähiger Haushalt ist keine parteipolitische Spielwiese, sondern die Voraussetzung für Investitionen und Planungssicherheit. Die Bürgerinnen und Bürger haben gerade in Zeiten von multipler Krisen einen Anspruch auf verlässliche Zahlen“, erklärt der SPD-Parteivorsitzende Dennis Alfonso Muñoz.
Im Rahmen der Haushaltssitzung machten SPD und FDP deutlich, dass Steuererhöhungen nur das letzte Mittel sein dürfen. Gerade angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen sei es notwendig, sehr genau auf die Ausgaben zu schauen, insbesondere dort, wo Kosten in den vergangenen Jahren aus dem Ruder gelaufen sind. „Wenn in den letzten Jahren Überschüsse in Millionenhöhe erwirtschaftet wurden und die Stadt über eine große Rücklage verfügt, sind Steuererhöhungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vertreten“, betont die FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Margarete Sauer.
Nach Auffassung von SPD und FDP wäre ein tragfähiger Kompromiss möglich gewesen. Stattdessen blieb es bei Blockadehaltungen, die letztlich dazu führten, dass der Haushalt abgelehnt wurde. Groß-Umstadt verbleibt damit vorerst in der vorläufigen Haushaltsführung, was wichtige Zukunftsprojekte verzögert. „Unsere Hand bleibt im Sinne der Umstädter Konsenskultur ausgestreckt. Ein Haushalt sollte auf breite Zustimmung stoßen und nicht mit knappen Mehrheiten durchgedrückt werden. Wir erwarten jedoch, dass alle Fraktionen den notwendigen Willen zeigen, Verantwortung für die Stadt zu übernehmen und Kompromisse einzugehen“, hebt der SPD-Fraktionsvorsitzende Marvin Donig hervor.
SPD und FDP bekräftigen ihre Position, sich auch in den kommenden Beratungen konstruktiv einzubringen und weiterhin auf Dialog und Ausgleich zu setzen.
Die erneute Verschiebung der Schwimmbaderöffnung, welche Bürgermeister Kirch (CDU) am 10. Mai verkündete, lässt nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger mit offenen Fragen zurück, sondern auch die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung in Groß-Umstadt. Verstärkt wurde dieser Eindruck vor allem nach der Besichtigung der dazugehörigen Baustelle am vergangenen Wochenende, wodurch selbst Laien zur Einsicht kommen konnten, dass eine Eröffnung des neuen Schwimmbads 2025 unrealistisch gewesen ist. Bisher hieß es nämlich bei jeder Nachfrage, in jedem der drei zuständigen Ausschüsse, dass wir im Zeitplan lägen und das Schwimmbad planmäßig öffnen werde. Doch diese Einschätzung war offensichtlich falsch, befindet sich das Areal doch größtenteils noch im Rohbau.
Bereits Ende 2023 wurden wir darüber informiert, dass es aufgrund unvorhergesehener Asbestfunde zu einer Verzögerung im Zeitplan komme und die Eröffnung des Schwimmbads nicht, wie geplant 2024, sondern erst im Jahr 2025 erfolgen werde. Ein Umstand, bei dem schon viele Stadtverordnete mit der Stirn runzelten, müsste man eine solche Möglichkeit doch eigentlich bei einem fachgerechten Umbau einkalkulieren. Doch was sind nun die Gründe für die erneute Verschiebung? Welche Fehler liegen der Fehleinschätzung des Zeitplans zugrunde? Und was kostet es uns am Ende?
„Der Schaden ist bereits angerichtet, denn nicht Wenige ziehen schon den Vergleich zu anderen Großbaustellen. Politik und Verwaltung haben in der Bevölkerung, ungeachtet der Zuständigkeiten, an Glaubwürdigkeit verloren. Es kann nicht sein, dass man uns Stadtverordneten immer wieder trotz geäußerter Zweifel versichert, dass wir im Zeitplan seien, wir diese Informationen weitergeben und dann so vor den Kopf gestoßen werden“, äußert der SPD-Parteivorsitzende und Stadtverordnete Dennis Alfonso Muñoz seinen Unmut. „Wir brauchen deshalb wieder Ordnung im ganzen Verfahren und maximale Transparenz, um weitere Mehrkosten zu verhindern. Denn eigentlich handelt es sich hier um einen großen Erfolg, der gerade durch Fehler im Management zur Posse verkommt.“
Die Sperrung der Zeller Brücke im Odenwaldkreis bringt erhebliche Einschränkungen für die Menschen in der Region mit sich. Seitdem endet die Odenwaldbahn in Wiebelsbach, ein Schienenersatzverkehr verbindet den Abschnitt bis Erbach. Die Folge: eine massive Überlastung der Parkplätze am Bahnhof Wiebelsbach und zunehmender Frust bei den Pendlerinnen und Pendlern. Angesichts der absehbar länger andauernden Sperrung und des unterbrochenen Bahnverkehrs fordert die SPD Groß-Umstadt nun verlässliche Übergangslösungen – und insbesondere eine kurzfristige Weiterführung des Zugverkehrs bis Höchst im Odenwald.
„Wir sehen die wachsenden Belastungen für die Menschen in Wiebelsbach und alle Pendlerinnen und Pendler aus Groß-Umstadt“, erklärt Marvin Donig, Fraktionsvorsitzender der SPD Groß-Umstadt. „Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Odenwaldbahn zumindest bis Höchst weitergeführt wird, um die Parksituation in Wiebelsbach zu entschärfen. Gerade weil die Sperrung der Zellerbrücke noch länger andauern wird und der Schienenverkehr unterbrochen bleibt, brauchen wir jetzt verlässliche Lösungen. Die Stadt Groß-Umstadt muss sich aktiv in diesen Prozess einbringen und das Gespräch mit den zuständigen Stellen suchen.“
Dennis Alfonso Muñoz, Parteivorsitzender der SPD Groß-Umstadt und Mitglied des Ortsbeirats Wiebelsbach, ergänzt: „Die Bürgerinnen und Bürger in Wiebelsbach dürfen mit dieser Belastung nicht allein gelassen werden. Es braucht eine zügige, abgestimmte Lösung – und dafür muss die Stadt eine koordinierende Rolle übernehmen. Die Weiterführung der Züge bis Höchst wäre ein dringend notwendiger Schritt und auch die übergangsweise Einrichtung weiterer Parkplätze würde die Situation aktuell deutlich entschärfen.“
Die SPD Groß-Umstadt wird das Thema in die politischen Gremien einbringen und erwartet eine rasche Reaktion der Stadt auf die angespannte Lage am Bahnhof Wiebelsbach.
Besteuern wir die reichsten Personen in unserem Land zukünftig gerechter, indem sie ihren Anteil zu zahlen haben oder entlasten wir diese auf Kosten der Allgemeinheit?
Reformieren wir die Schuldenbremse endlich, damit wir investieren können und auch die Kommunen wieder Luft zum Atmen erhalten oder halten wir an diesem Dogma fest, sodass Straßen und Gebäude verkommen und unsere Kommunen letztlich kürzen müssen?
Erhöhen wir den Mindestlohn endlich auf 15€ für mehr Respekt und Gerechtigkeit?
Entkriminalisieren wir endlich Abtreibungen und schaffen den Paragraphen 218 ab?
Sichern wir die Rente für die nächsten Jahre ab oder drohen uns Kürzungen im großen Stil?
Das alles und vieles mehr sind Fragen, um die es bei dieser Bundestagswahl 2025 geht. Und über allem bleibt die Frage, ob die nächste Bundesregierung von einem besonnen Kanzler in einer Fortschrittskoalition geführt wird oder von einer Person mit unzähligen Nebenverdiensten, die lieber mit Nazis abstimmt als mit demokratischen Parteien eine Lösung zu finden.
Olaf Scholz und die SPD oder Friedrich Merz und die CDU/CSU?
Um diese Frage dreht sich der Wahlkampf hauptsächlich. Deshalb laden die Groß-Umstädter Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zum Public Viewing ein, um das TV Duell gemeinsam anzuschauen. Ab 19.30Uhr im Cafe Bar ONE auf dem Marktplatz.