SPD kritisiert jüngste Sparkassenschließung am Marktplatz

Veröffentlicht am 15.06.2023 in Kommunalpolitik

Mit Bedauern hat die SPD den Abbau des Geldautomaten am Umstädter Marktplatz zur Kenntnis genommen. Keineswegs überrascht dieses Vorgehen, zeichnete sich diese Entwicklung schon in der Vergangenheit mit Schließungen in anderen Stadtteilen Groß-Umstadts sowie in anderen Kommunen ab. Begründet wird dies mit einer Änderung des Nutzerverhaltens der Kunden und der fortschreitenden Digitalisierung.
Nachvollziehen kann man dies jedoch nur teilweise, wie der SPD-Parteivorsitzende Dennis Alfonso Muñoz verdeutlicht: „Natürlich hat das Online-Banking seine Auswirkungen auf die Situation, da ein Großteil der Kunden für Bankgeschäfte nicht mehr die Filialen aufsucht. Dennoch ist es wichtig, dass direkt vor Ort Möglichkeiten bestehen, sein eigenes Geld abzuheben. Vor allem, wenn man auf dem Umstädter Wochenmarkt, der ansässigen Gastronomie und den Festen, wie beim anstehenden São João, auf Bargeld angewiesen ist. Sardinen, Muslitos, eine Portion Pommes oder ein entsprechendes Getränk lassen sich schlecht per Kreditkarte, Onlineüberweisung oder den Transfer einer virtuellen Währung bezahlen. Den Bürgerinnen und Bürgern diese Möglichkeit zu rauben, wird der Situation nicht gerecht und ist das falsche Signal, weshalb wir dieses Vorgehen kritisieren.“

Das falsche Signal zeigt sich vor allem darin, dass die Politik vor Ort konterkariert wird. „Wir arbeiten daran den ländlichen Raum zu stärken, Infrastruktur zu schaffen und das Wohnen in Groß-Umstadt so attraktiv, wie möglich zu gestalten. Unser Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger, die nicht mobil sind, ein lebenswertes Leben führen können und dass auch unsere Stadtteile durch Leben vor Ort noch mehr blühen. Der Abbau der Geldautomaten durch die Sparkasse steht mit diesen Zielen nicht in Einklang, wodurch ganz besonders auch der ältere Teil der Bevölkerung getroffen wird. Mit dem Abbau des Geldautomaten am Marktplatz, muss man nun bis zur Sparkassen-Zentrale am Bahnhof gehen oder zum Automaten am Rewe (Breite Gasse), wobei es auch hier wohl eine Frage der Zeit ist, bis dieser verschwindet“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Marvin Donig.

Auch die immer häufiger auftretenden Sprengungen der Automaten, die nun als Argument für die Schließung am Marktplatz angeführt werden, überzeugen nicht. „Groß-Umstadt ist kein krimineller Brennpunkt, trotz der ernsten Vorfälle von Vandalismus, Brandstiftungen und Raubüberfälle in den letzten Monaten. Die vorgebrachten Sprengungen von Geldautomaten treten auch eher an vereinzelt stehenden und unbeobachteten Automaten auf, was am Marktplatz nun wirklich nicht der Fall ist. Deshalb sehen wir hier diesen theoretischen Kostenpunkt nicht. Auch die Kosten für den Betrieb der Geldautomaten, die bei den Schließungen in den Stadtteilen angeführt wurden, stehen hier in einem anderen Kontext. Schließlich ist am Marktplatz wesentlich mehr Betrieb, weshalb sich der Geldautomat wirtschaftlich rentieren muss“, kritisiert der Umstädter Ortsvorsteher Klaus Mahla.

„An dem eingeschlagenen Sparkurs der Sparkasse, wird sich wohl nichts ändern. Dennoch werden wir weiterhin unsere Ziele zum Wohle Groß-Umstadts verfolgen und mit dem Vorstand der Sparkasse Dieburg im Austausch bleiben. Das Allgemeinwohl zu fördern sollte nämlich unser aller Ziel sein. Hier wollen wir konstruktiv an Lösungen arbeiten. Wenn Kartenzahlung und Bargeldabhebung im Supermarkt möglich sind, warum nicht entsprechende Lösungen für unseren Wochenmarkt und die Gastronomie entwickeln? Hier könnte die Digitalisierung dann auch neue Chancen mit sich bringen“, erläutert der SPD-Parteivorsitzende Dennis Alfonso Muñoz abschließend.

 
 

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