SPD fordert gemeinsame Anstrengung für Dorndiel

Veröffentlicht am 05.10.2023 in Kommunalpolitik

Die Energiewende muss gelingen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Das steht außer Frage und wird von keiner seriösen Person bezweifelt. Hierbei spielt in Deutschland, neben Sonnenenergie, Geothermie, Wasserkraft und Bioenergie, die Windkraft eine ganz entscheidende Rolle. Dennoch erhitzen sich oftmals die Gemüter bei diesem Thema, wenn geplante Anlagen das Allgemeinwohl vor Ort nicht berücksichtigen; sogar bei Unterstützenden der Energiewende. Dies ist aktuell in Dorndiel der Fall. 

Am 19. September 2023 gab es in der örtlichen katholischen Kirche nämlich eine Vorstellung der Landesenergieagentur LEA und des Windkraftbetreibers ProReo zu den Windenergieplanungen rund um Dorndiel und diese sehen drastisch aus. Vor allem nach der Visualisierung der verschiedenen möglichen Windparks wuchs der Frust der Bürgerinnen und Bürger. „Dass wir die Windkraftanlagen zur Umsetzung der Energiewende benötigen, ist klar. Dennoch muss dies so gestaltet werden, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort berücksichtigt werden. Wenn man so nah und dann auch noch mit so vielen Anlagen konfrontiert wird, ist es kein Wunder, dass sich irgendwann Frust breit macht. Aus diesem Grund haben wir uns 2014 als SPD für strenge Kriterien bezüglich der Windparks stark gemacht und am Ende auch durchgesetzt“, so der Stadtverordnete Dieter Ohl als Mitglied des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Energie. 

2014 ging es nämlich um die Erweiterung des Windparks Binselberg von zwei auf vier Windkrafträder, die besonders den Stadtteil Raibach betrafen. Bei einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung konnten damals gemeinsam Kriterien für das städtische Projekt erarbeitet werden, die am Ende auch so beschlossen wurden, wie z.B. 1200m Mindestabstand zu Siedlungsflächen, minimaler Eingriff in den Naturraum und Gestaltung eines Bürgerwindparks zur wirtschaftlichen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Diese Kriterien greifen jedoch nicht bei den Planungen der Nachbarkommunen Schaafheim, Großostheim und Mömlingen sowie des Landes Hessen (HessenForst), sondern nur für die geplanten drei Windkraftanlagen am Steinbruch. Die schwarz-grüne Landesregierung hat sogar die Einhaltung des Abstandsgebotes von mindestens 1200m zu Dorndiel für ihre geplanten 10 Windkraftanlagen auf Groß-Umstädter Gemarkung explizit abgelehnt. 

Die Haltung der hessischen Landesregierung stößt jedoch auf Unverständnis, wie der Groß-Umstädter SPD-Parteivorsitzende Dennis Alfonso Muñoz verdeutlicht: „Mit so einem Politikstil setzt man die Energiewende in den Sand. Man muss die Menschen vor Ort mitnehmen und deren Bedenken ernst nehmen. Und diese sind aus Dorndieler Sicht nun einmal nachvollziehbar. Ziel muss es sein unser Abstandsgebot von mindestens 1200m für die Anlagen des Landes Hessen durchzusetzen und zusammen mit den Nachbarkommunen eine regionale Planung zu erwirken, welche die Situation für Dorndiel insgesamt entschärft. Hierzu haben wir bereits Kontakt in verschiedene Richtungen aufgesucht“. 

Allen Beteiligten ist zwar bewusst, dass es nicht einfach werden wird. Mit Solidarität und dem Willen zur Veränderung hat man jedoch schon so manche Herausforderung bewältigen können. „Was es nun vor allem braucht, ist eine gemeinsame Anstrengung aller politischen Akteure, um eine Verbesserung für die Dorndieler Bevölkerung zu erzielen. Alle Fraktionen in der Groß-Umstädter Stadtverordnetenversammlung haben auf Landes- und Bundesebene verschiedenste Abgeordnete, die man hierauf aufmerksam machen muss. Schließlich besteht die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP, die hessische Landesregierung (noch) aus CDU und Grünen und die bayerische Landesregierung besteht (noch) aus der CDU-Schwesterpartei CSU und den Freien Wählern, denen wiederum die BVG angehört. In den Nachbarkommunen sind die Parteien ebenfalls in den jeweiligen Stadtparlamenten mit eigenen Fraktionen vertreten, auf die man zugehen muss. Vor allem die anstehende hessische Landtagswahl kann bei Bildung einer neuen Landesregierung aus anderen Partnern durchaus Einfluss auf die Situation hier vor Ort haben. Wir müssen jetzt gemeinsam und parteiübergreifend jede Chance nutzen und dürfen unsere Dorndieler Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht alleine lassen“, fordert der SPD-Parteivorsitzende Dennis Alfonso Muñoz abschließend. 

 
 

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