SPD kritisiert jüngste Sparkassenschließungen

Veröffentlicht am 05.09.2021 in Kommunalpolitik
Mit bedauern haben wir den Abbau von Geldautomaten in Semd, Kleestadt und in der Hackersiedlung zum Anfang des Monats zur Kenntnis genommen. Keineswegs überrascht dieses Vorgehen, zeichnete sich diese Entwicklung schon in der Vergangenheit mit Schließungen in anderen Stadtteilen Groß-Umstadts sowie in anderen Kommunen ab. Begründet wird dies stets mit einer „Änderung des Nutzerverhaltens der Kunden“ und der fortschreitenden Digitalisierung.

Dies trifft aber nur zum Teil zu, wie unser SPD-Vorsitzender Dennis Alfonso Muñoz klarstellt: „Natürlich hat das Online-Banking seine Auswirkungen auf die Situation, da ein Großteil der Kunden für Bankgeschäfte nicht mehr die Filialen aufsucht. Dennoch ist es wichtig, dass es direkt vor Ort jederzeit die Möglichkeiten gibt, sein eigenes Geld abzuheben. Den Bürgerinnen und Bürgern diese Möglichkeit zu rauben, wird der Situation nicht gerecht und ist das falsche Signal, weshalb wir dieses Vorgehen kritisieren.
Das falsche Signal zeigt sich vor allem darin, dass unsere Politik vor Ort konterkariert wird. Schließlich versuchen wir den ländlichen Raum zu stärken, Infrastrukturen zu schaffen und das Wohnen in Groß-Umstadt so attraktiv, wie möglich zu gestalten. Unser Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger, die nicht mobil sind, ein lebenswertes Leben führen können und dass unsere Stadtteile durch Leben vor Ort noch mehr blühen. Der Abbau der Geldautomaten durch die Sparkasse steht mit diesen Zielen nicht im Einklang, wodurch besonders der ältere Teil der Bevölkerung getroffen wird. Aus unserer Sicht stellen die getroffenen Maßnahmen des Bargeld-Bringservices oder des Sparkassenmobils keine Lösungen dar, die uns zufrieden stellen. 
 
Gerade jetzt, da wir trotz Pandemie kulturell langsam wieder Fuß fassen, Feste und Veranstaltungen der Vereine endlich wieder unter bestimmten Bedingungen stattfinden können, kommt dieser Rückzug der Sparkasse durch den Abbau von Geldautomaten zur Unzeit. Schließlich lassen sich eine Bratwurst im Brötchen, eine Portion Pommes oder ein entsprechendes Getränk schlecht per Kreditkarte, Onlineüberweisung oder den Transfer einer virtuellen Währung bezahlen. Das geht gänzlich an der Realität vor Ort vorbei und erschwert das Aufkeimen der Kultur während Corona, anstatt hier unterstützend zu wirken. 
 
Wir werden jedoch weiterhin unsere Ziele zum Wohle unserer Stadt verfolgen, auch wenn die Sparkasse sich aktuell durch Sparmaßnahmen dieser Verantwortung entzieht und hoffen, dass in baldiger Zukunft ein gegenteiliger Trend Einzug erhält. Wir als SPD stehen jedenfalls für einen Dialog bereit, um die Situation zu verbessern, und würden uns freuen, wenn die Sparkasse Dieburg der Sache offen gegenüber wäre. Das Allgemeinwohl zu fördern sollte nämlich unser aller Ziel sein. 
 
 

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