Kompromissvorschlag der SPD zur Sanierung des Schwimmbades

Veröffentlicht am 29.11.2019 in Kommunalpolitik

Wir wollen und brauchen ein neues Schwimmbad für alle Bürgerinnen und Bürger in Groß-Umstadt. Hierfür haben wir gemeinsam mit den anderen Fraktionen ganze 10 Mio. Euro bewilligt, was die größte Einzelinvestition der letzten Jahre darstellt. Ebenso haben wir das Glück einen Bundeszuschuss zu erhalten, der bis zu 3,5 Mio. Euro beträgt. Das ist eine gute Nachricht, über die wir uns alle freuen sollten.

In der vergangenen Diskussion wurde jedoch deutlich, dass es verschiedene Auffassungen darüber gibt, wie das neue Schwimmbad aussehen soll. Gerade Magistrat und Schwimmbadförderverein vertreten unterschiedliche Meinungen bei diesem Thema. Während der Magistrat hinter dem Konzept der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen steht, das auf der letzten Bürgerversammlung vorgestellt wurde (siehe Abbildung 1), besteht der Schwimmbadförderverein auf einer Lösung mit zwei getrennten Becken für Schwimmer und Nicht-Schwimmer sowie auf sechs 50m-Bahnen; im Konzept, das vom Magistrat bevorzugt wird, sind vier 50m-Bahnen und zwei 25m-Bahnen vorgesehen.

Positiv sehen wir im vorgestellten Konzept, dass der Sprungbereich ausgegliedert wird und nicht mehr, wie im aktuellen Schwimmbad, im Bereich der Bahnen liegt. Somit gewinnen die Schwimmerinnen und Schwimmer an Fläche. Für uns standen bisher aber vor allem zwei Punkte im Vordergrund: 1. Den Kostenrahmen von 10 Mio. Euro einzuhalten und 2. Den Bundeszuschuss von 3,5 Mio. Euro nicht zu gefährden.

Außerdem plädierten wir in der vergangenen Diskussion stets dafür, sachlich und konstruktiv über dieses Thema zu reden; anders als dies in der Sommerpause der Fall war. Wir sind davon überzeugt, dass eine Demokratie von Kompromissen lebt und dies jetzt dringend nötig ist, um zu einer guten Lösung zu kommen, hinter der möglichst alle Bürgerinnen und Bürger stehen können. Deshalb haben wir auf der gestrigen Sitzung des Arbeitskreises einen möglichen Kompromiss angeregt, in der wir einen eigenen Vorschlag zur Sanierung des Schwimmbades eingebracht haben.

Unser Vorschlag beruht im Wesentlichen auf dem vorgestellten Konzept der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen mit dem Unterschied, dass wir bereit sind die Forderung des Schwimmbadfördervereins nach sechs 50m-Bahnen zu erfüllen (siehe Abbildung 2). Dies soll durch Hinzufügen der schraffierten Flächen ermöglicht werden. Zu den Randzeiten (morgens und abends) mit einem größeren Anteil an Schwimmern, können sechs 50m-Bahnen eingerichtet werden; der Nicht-Schwimmerbereich wird dann verkleinert. Zu anderen Zeiträumen mit einem größeren Anteil an Nicht-Schwimmern, wird der Nicht-Schwimmerbereich dann je nach Bedarf vergrößert und die Bahnen je nach Bedarf auf 25m reduziert. Im Vergleich zum heutigen Schwimmbad vergrößert sich also deutlich die Fläche der Bahnen. Die Entscheidung über die Abgrenzung von Schwimmer- und Nicht-Schwimmerbereich bzw. über die Länge der Bahnen soll allein der Bademeister während des Betriebes treffen.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass es in unserem Kompromissvorschlag bei der Auslagerung des Sprungbereiches sowie einer gemeinsamen Wasserfläche für Schwimmer und Nicht-Schwimmer bleibt; wie auch bei der Konzeptstudie der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Damit berücksichtigen wir Bau- und Betriebskosten sowie ökologische Faktoren. Bei der Anzahl der Bahnen bevorzugen wir ein flexibles Modell, um je nach Betrieb die Forderung des Schwimmbad-Fördervereins nach sechs 50m-Bahnen erfüllen zu können. Dieser Kompromiss berücksichtigt gleichermaßen die Interessen von Schwimmern und Nicht-Schwimmern, um ein Schwimmbad für alle zu ermöglichen. Zusätzlich begrüßen wir eine Brücke zur verbesserten Wasserrettung durch kürzere Laufwege für das DLRG zwischen Schwimmer- und Nicht-Schwimmerbereich.

Weder der Bundeszuschuss von 3,5 Mio. Euro noch der Finanzierungsrahmen von 10 Mio. Euro sollten durch diesen Kompromissvorschlag gefährdet werden. Dies wird jedoch erst klar werden, wenn ein Planer gefunden wird und auf Grundlage eines Konzepts die genaue Planung erstellt. Wie sieht das neue Schwimmbad aus? Wie werden sämtliche Bereiche angeordnet? Was kostet das Konzept der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen? Was kostet eine Lösung mit getrennten Becken für Schwimmer und Nicht-Schwimmer? Was kostet der SPD-Kompromissvorschlag? Diese Fragen können erst mit der Erstellung der Planung beantwortet werden. Deshalb haben wir auch Mittel für die Ausschreibung bereitgestellt, damit schnellstmöglich ein Planer gefunden werden kann. Die Konzepte selbst dienen nämlich nur der Visualisierung des Machbaren innerhalb des  aufgestellten Kostenrahmens und bilden die Grundlage für die richtige Planung.

Angesichts der Ausgaben, die wir uns in Groß-Umstadt zum Wohle der Bevölkerung leisten, wie beispielsweise das hohe Kulturangebot, der Ausbau der Kindergärten, die Straßenerneuerung ohne unsere Bürgerinnen und Bürger zusätzlich zu belasten und der Bau der Nordspange, sollte man den Willen, 10 Millionen Euro für die Sanierung des Schwimmbades bereitzustellen, honorieren und nun zu Kompromissen bereit sein, um eine gute Lösung für unser neues Schwimmbad zu finden, hinter der möglichst alle Bürgerinnen und Bürger stehen können.


Für die SPD Groß-Umstadt

Karlheinz Müller (Fraktionsvorsitzender)
Dennis Alfonso Muñoz (SPD-Vorsitzender)

 

 
 

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