SPD begrüßt Atomausstieg und drängt auf Umsetzung der Energiewende

Veröffentlicht am 19.04.2023 in Allgemein

Der vergangene Samstag war historisch! Denn die letzten deutschen Atomkraftwerke wurden endgültig abgeschaltet. 2002 von SPD und Grünen beschlossen, 2010 dann von CDU/CSU und FDP rückgängig gemacht, um 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima erneut eine Kehrtwende hinzulegen. Wegen des russischen Angriffskrieges und der daraus resultierenden Energiekrise wurden die Laufzeiten 2022 noch ein letztes Mal bis letzten Samstag verlängert. „Endlich ist dieser Tag gekommen! Die Atomkraft ist eine unberechenbare Technologie, die obendrein unsere gesamte Umwelt und zukünftige Generationen mit strahlendem Giftmüll belastet. Wir sind froh, dass dieses Kapitel der Energieerzeugung nun abgeschlossen ist, denn die Zukunft gehört den erneuerbaren Energiequellen“, bekräftigt der SPD-Vorsitzende Dennis Alfonso Muñoz.

Ein Blick auf die Europäische Union zeigt außerdem, dass von einem sogenannten „Deutschen Sonderweg“ keine Rede sein kann. Von 27 Mitgliedsstaaten betreiben mittlerweile nur noch 12  Länder Atomkraftwerke und auch Spanien setzt langfristig auf die Energiewende, um von der Atomkraft loszukommen. Für die SPD ist klar, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nun endlich konsequenter und schneller vonstatten gehen muss. „Es dauert viel zu lange bis z.B. eine Windkraftanlage genehmigt werden kann oder es werden politisch absichtlich zu viele Hürden gesetzt, um den Ausbau zu verschleppen. Die Ampelkoalition hat zwar schon vorgelegt, aber auch in den Bundesländern muss sich etwas ändern. Das sieht man vor allem in Bayern deutlich, aber auch in Baden-Württemberg und Hessen passiert kaum etwas!“, bilanziert der Stadtverordnete Dirk Mühlhahn als Mitglied des Umweltausschusses.

Deshalb ist es umso wichtiger sich zu überlegen, was wir vor Ort tun können, um die Energiewende voranzutreiben. Die SPD gestaltet diesen Weg in Groß-Umstadt seit Jahrzehnten erfolgreich mit und setzt für die kommenden Jahre vor allem auf folgende Punkte:

1. Wir wollen die Windkraft maßvoll ausbauen und den „Windpark Binselberg“ (4 Windkrafträder) um den „Windpark Am alten Steinbruch“ (3 Windkrafträder) erweitern.

2. Wir wollen Photovoltaik ausbauen, um die Kraft der Sonne besser nutzen zu können. Deswegen haben wir gegen Widerstände einen Kriterienkatalog und ein Flächenkataster durchgesetzt, um Freiflächenpotenziale auf versiegelten Flächen (z.B. großen Parkplätzen), belasteten Flächen (z.B. ehemalige Deponien), Flächen mit besonderer Bedeutung (Wasserschutzgebiet) oder landwirtschaftlich schwer zu bewirtschaftenden Gebieten nutzen zu können.

3. Wir werden das von uns initiierte Energie- und Klimaschutzkonzept aktualisieren, mit dem Groß-Umstadt eine Vorreiterrolle eingenommen hat. Hierdurch wurden städtische Gebäude energetisch saniert und der Fuhrpark sukzessive umgerüstet. Mit der Aktualisierung haben wir gegen Widerstände auch einen Hitzeschutzplan auf den Weg gebracht.

4. Wir müssen die örtliche Wirtschaft bei der Energiewende unterstützen, deshalb haben wir den Unternehmerdialog um einen Klimadialog ergänzt.

5. Unsere guten Erfahrungen mit der Solarsiedlung „Umstädter Bruch“ müssen genutzt werden. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass adäquate Energie- und Quartierskonzepte in neuen Baugebieten umgesetzt werden sollen.

„Wir haben in unserem Wahlprogramm ein klares Leitbild für unsere Umweltpolitik formuliert: Groß-Umstadt als Stadt der Nachhaltigkeit, die ihre Umwelt schützt und die Energiewende umsetzt. Wir wollen, dass unsere Stadt eine umweltfreundliche Kommune mit Zukunft bleibt und orientieren uns genau an diesem Bild. Denn die Ziele des Pariser Vertrages der UN-Klimakonferenz zum Schutze unseres Klimas und zur Begrenzung der globalen Erderwärmung sehen wir als maßgebliche Verpflichtung für unsere Arbeit vor Ort an. Nach dem Atomaussteig gilt es nun erst recht, diesen Weg konsequent weiterzugehen“, betont abschließend der Stadtverordnete Dieter Ohl als Mitglied des Umweltausschusses.

 
 

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