1982-1985

1982

"Hessische Verhältnisse" nach Landtagswahl 1982


26. September 1982

Bei dieser Landtagswahl wird die CDU stärkste Kraft mit 45,6% und verpasst knapp die absolute Mehrheit. Die SPD erhält 42,8% und die Grünen erhalten 8%. Die FDP verpasst den Einzug in den hessischen Landtag. 
Durch das Wahlergebnis kann keine Koalitionsmehrheit gefunden werden, womit Neuwahlen stattfinden müssen. Diese Pattsituation wird fortan unter "hessischen Verhältnissen" verstanden. 
Der Wahlkampf wurde geprägt durch die politische Situation auf Bundesebene (Schwenk der FDP zur CDU, Ankündigung eines Misstrauensvotums gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD)). 
Bis zur Neuwahl bleibt Holger Börner (SPD) Ministerpräsident einer geschäftsführenden Landesregierung.



Helmut Schmidt wird abgewählt

1. Oktober 1982: Bonn

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik wird ein Bundeskanzler durch ein Misstrauensvotum abgesetzt. 
Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) verliert die mehrheitliche Unterstützung der FDP, wodurch die sozial-liberale Koalition zerbricht. Durch die Stimmen von CDU/CSU und großen Teilen der FDP wird Helmut Schmidt (SPD) abgesetzt und Helmut Kohl (CDU) zum Bundeskanzler gewählt. Auf das Misstrauensvotum entfallen
256 JA-Stimmen, 235-NEIN-Stimmen, 4 Enthaltungen und 2 ungültige Stimmen.

1983

Heinrich Klein wird erneut Mitglied des Bundestags


6. März 1983

Heinrich Klein kann auch bei dieser Wahl sein Mandat verteidigen. 
Die CDU/CSU wird mit 48,8% stärkste Kraft, die SPD erhält 38,2%, die FDP 7% und die Grünen 5,6%. 
Der Herausforderer Hans-Jochen Vogel (SPD) kann sich gegen den Amtsinhaber Helmut Kohl (CDU)
nicht durchsetzen, wodurch die schwarz-gelbe Koalition fortgesetzt wird.


Holger Börner bleibt Ministerpräsident

25. September 1983

Bei dieser vorgezogenen Neuwahl des hessischen Landtages wird die SPD mit 46,2% stärkste Kraft,
die CDU erhält 39,4%, die FDP 7,9% und die Grünen 5,9%. Durch die Bildung der ersten
rot-grünen Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik bleibt Holger Börner (SPD) Ministerpräsident.
Sein Herausforderer Walter Wallmann (CDU) schaffte es nicht sich gegen den Amtsinhaber durchzusetzen.

1984

Wahl des Bundespräsidenten 1984


23. Mai 1984

Im ersten Wahlgang setzt sich Richard von Weizsäcker (CDU) mit 80%
deutlich gegen seine Konkurrentin Luise Rinser (Grüne) mit 6,5% durch. 
Richard von Weizsäcker wird damit der sechste Bundespräsident der Bundesrepublik.



Wahl zum Europäischen Parlament 1984

17. Juni 1984

Nach dem deutschen Ergebnis wird die CDU stärkste Kraft mit 37,5%, dicht gefolgt von der SPD mit 37,4%, die CSU erhält 8,5%, die Grünen erhalten 8,2% und die FDP 4,8%, womit sie den Einzug in das Europäische Parlament verpasst. Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten ist Katharina Focke (SPD).

1985

Jacques Delors wird Kommissionspräsident


6. Januar 1985

Der Franzose Jaques Delors (PES) wird der achte Kommissionspräsident und gleichzeitig der dritte Sozialdemokrat in diesem Amt und wird es bis 1995 inne haben. Jaques Delors wird einer der einflussreichsten Kommissionspräsidenten werden und während seiner drei Amtszeiten die Europäische Integration weiterentwickeln, indem er mit seinem Delors-Bericht die Grundlage zur Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion bildet,
was letztlich im Vertrag von Maastricht durch die Bildung des Binnenmarktes Realität wird. 
Jaques Delors (PES) schafft es damit die sogenannte "Eurosklerose" zu überwinden.

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