1974-1977

1974

Gründung des Bundes Sozialdemokratischer
Parteien der Europäischen Gemeinschaft


5. April 1974: Luxemburg

Auf der Sitzung des Verbindungsbüros am 5. April 1974 in Luxemburg wird der Bund der Sozialdemokratischen Parteien der Europäischen Gemeinschaft als europäischer Parteienzusammenschluss gegründet. 
Die Parteien können sich allerdings nicht auf einen einheitlichen Namen einigen, was zu einer unterschiedlichen Definition des Parteizusammenschlusses führt: federatie in den Niederlanden, union in Frankreich, Bund in Deutschland, confederation in Großbritannien, confederazione in Italien und samenslutingen in Dänemark. 
Der erste Präsident des Bundes wird Wilhelm Dröscher (SPD).



Willy Brandt tritt zurück

6. Mai 1974

Durch die Positionierung eines Spitzels der Stasi im direkten Umfeld des
Regierungschefs (Guillaume-Affäre) tritt Bundeskanzler Willy Brandt zurück. 
Als Ursachen gelten jedoch interne Kritik und der wirtschaftliche Abschwung durch die Ölkrise,
welche den Spielraum für weitere Reformen einschränkte.



Wahl des Bundespräsidenten 1974

15. Mai 1974

Im ersten Wahlgang erhält der Kandidat von SPD und FDP
Walter Scheel (FDP) 51,2% und erreicht damit die absolute Mehrheit. 
Sein Konkurrent Richard von Weizsäcker (CDU) kann sich mit 48,1% nicht durchsetzen. 
Walter Scheel wird damit Bundespräsident.



Helmut Schmidt wird Bundeskanzler

16. Mai 1974

Nach dem Rücktritt Willy Brandts wird Helmut Schmidt vom Bundestag zum Kanzler gewählt. 
Damit wird er der zweite Regierungschef der SPD in der Geschichte der Bundesrepublik.



Albert Osswald bleibt erneut Ministerpräsident

27. Oktober 1974

Die CDU wird erstmals stärkste Kraft in Hessen mit 47,3%, die SPD erhält 43,2% und die FDP 7,4%. 
Durch die Fortsetzung der sozial-liberalen Koalition zwischen SPD und FDP bleibt Ministerpräsident Albert Osswald (SPD) im Amt. Sein Herausforderer Alfred Dregger (CDU) scheitert damit erneut gegen den Amtsinhaber.



Verabschiedung des Konjunkturstützungsprogramms

1. Dezember 1974

Aufgrund der Auswirkungen der Ölkrise von 1973 auf die Realwirtschaft und die
damit zusammenhängende Rezession verabschiedet die Bundesregierung unter
Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) das "Konjunkturstützungsprogramm", welches
Investitionen zur Belebung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage zum Inhalt hat.

1975

KSZE-Konferenz - Schlussakte von Helsinki


1. August 1975: Helsinki

Die KSZE-Schlussakte von Helsinki verpflichtet die teilnehmenden Staaten u.a. zur friedlichen Regelung von Streitfällen, zur Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten und zur Wahrung der Menschenrechte. 
Der Ostblock erhält dadurch die Anerkennung der Grenzen der Nachkriegsordnung
und wirtschaftlichen Austausch mit dem Westen, um im Gegenzug die Menschenrechte anzuerkennen. 

Durch diese Konferenz im Sinne der Ostpolitik erhalten viele oppositionelle Gruppierungen, wie DDR-Bürgerrechtsbewegungen, Charta 77 und Solidarność eine Grundlage für ihre Arbeit
und tragen zum Zusammenbruch des Ostblocks bei.

1976

Georg-August Zinn stirbt


27. März 1976: Frankfurt am Main

Georg-August Zinn, der langjährige Ministerpräsident von Hessen, stirbt in Frankfurt am Main. 
In seiner langjährigen Amtszeit hat er sich um Hessen verdient gemacht und den Hessentag initiiert,
um ein Gemeinsamkeitsgefühl innerhalb der hessischen Bevölkerung zu entwickeln. 

Nach seinem Tode werden verschiedene Schulen und Straßen nach ihm benannt. Unter anderem liegt die Staatskanzlei des hessischen Ministerpräsidenten in Wiesbaden an der Georg-August-Zinn-Straße und die SPD Hessen verleiht ihm zu Ehren seit dem Jahre 2002 regelmäßig den Georg-August-Zinn-Preis.


Gustav Heinemann stirbt

7. Juli 1976: Essen

Gustav Heinemann (SPD) stirbt in Essen aufgrund einer Durchblutungsstörung des Gehirns und der Nieren. 

In zahlreichen Nachrufen wird er "als eine Persönlichkeit von hohem moralischem Anspruch,
als unbequemer Mahner und ein im Christentum fest verwurzelter Politiker" gewürdigt.



Heinrich Klein wird Mitglied des Bundestags

3. Oktober 1976

Heinrich Klein gewinnt ein Mandat und wird damit der erste Umstädter
Sozialdemokrat, der in den Bundestag einzieht. 
Die CDU/CSU wird mit 48,6% stärkste Kraft, die SPD erhält 42,6% und die FDP kommt auf 7,9%. 
Helmut Schmidt (SPD) bleibt nach dieser Wahl Bundeskanzler und setzt die sozial-liberale Koalition mit der FDP fort. Er kann sich damit gegen seinen Herausforderer Helmut Kohl (CDU) durchsetzen.



Albert Osswald tritt zurück -
Holger Börner wird Ministerpräsident


3. Oktober 1976

Ministerpräsident Albert Osswald (SPD) gerät aufgrund des Helaba-Skandals in die Kritik und tritt aus diesem Grund zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige Bundesgeschäftsführer der SPD Holger Börner,
der somit der vierte sozialdemokratische Ministerpräsident Hessens wird.



Willy Brandt wird Präsident der Sozialistischen Internationale

1976

Mit Willy Brandt (SPD) wird erstmals ein deutscher Sozialdemokrat Präsident der
Sozialistischen Internationale; ein Amt, dass er bis 1992 inne haben wird. 
Aus der längst bedeutungslosen Organisation wird Brandt alsbald eine Gesprächsarena machen, die als eine Art sozialdemokratische Uno beginnen wird, sich verstärkt in internationale Fragen einzumengen. Sie wird so zu einem neuen Leuchtturm für neue politische Gruppierungen und Parteien außerhalb Europas.

1977

Semd wird eingemeindet


1. Januar 1977: Groß-Umstadt

Parallel zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg wird 
die Gemeinde Semd mit Groß-Umstadt zusammengeschlossen.



Richen wird eingemeindet

1. Januar 1977: Groß-Umstadt

Parallel zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg wird 
die Gemeinde Richen mit Groß-Umstadt zusammengeschlossen.



Dorndiel wird eingemeindet

1. Januar 1977: Groß-Umstadt

Parallel zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg wird 
die Gemeinde Dorndiel mit Groß-Umstadt zusammengeschlossen.



Klein-Umstadt wird eingemeindet

1. Januar 1977: Groß-Umstadt

Parallel zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg wird 
die Gemeinde Klein-Umstadt mit Groß-Umstadt zusammengeschlossen.



Kleestadt wird eingemeindet

1. Januar 1977: Groß-Umstadt

Parallel zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg wird 
die Gemeinde Kleestadt mit Groß-Umstadt zusammengeschlossen.



Heubach wird eingemeindet

1. Januar 1977: Groß-Umstadt

Parallel zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg wird 
die Gemeinde Heubach mit Groß-Umstadt zusammengeschlossen.



Gründung des Landkreises Darmstadt-Dieburg

1. Januar 1977

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wird aus dem Landkreis Darmstadt 
und dem Landkreis Dieburg der Landkreis Darmstadt-Dieburg geschaffen. 

Dadurch werden einige Kommunen auf andere Landkreise verteilt: 

Brensbach und Fränkisch-Crumbach kommen zum Odenwaldkreis, Ober-Roden, Urberach und Nieder-Roden kommen zum Landkreis Offenbach, Darmstadt bleibt kreisfreie Stadt aber gibt die Sankt Stephans-Siedlung an Griesheim ab. Sitz der Kreisverwaltung wird Darmstadt und Dieburg bleibt als deren Außenstelle erhalten.


Roy Jenkins wird Kommissionspräsident

6. Januar 1977

Der Brite Roy Jenkins (PES) wird der zweite Sozialdemokrat im Amt des 
Kommissionspräsidenten und wird es bis 1981 inne haben.



Bundeskanzler Helmut Schmidt bleibt 
trotz RAF-Terrorismus standhaft


18. Oktober 1977

Nach einer Welle terroristischer Aktionen durch die RAF wird die Lufthansamaschine "Landshut" am 
13. Oktober entführt. Helmut Schmidt (SPD) gibt am 18. Oktober den Befehl zur Erstürmung 
der Maschine durch eine Sondereinheit des Bundesgrenzschutzes. Führenden Mitglieder 
der RAF begehen am gleichen Tag in ihren Gefängniszellen Selbstmord. 
Der entführte Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer wird einen Tag später ermordet aufgefunden. 
Helmut Schmidt (SPD) übernimmt die Verantwortung für den Tod Schleyers und erläutert im Bundestag "Zu dieser Verantwortung stehen wir auch in der Zukunft. Gott helfe uns!"

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