Kommunalpolitik
Jeder kennt das alljährliche Phänomen der Presselandschaft: das Sommerloch. Bedingt durch die Sommerpause der politischen Institutionen und Sportligen gibt es wenige politisch relevante Ereignisse oder Termine über die berichtet wird. Eine nachrichtenarme Zeit also, in der Ereignisse, Personen und vor allem Tiere in den Vordergrund treten, über die sonst nicht berichtet worden wäre; viele erinnern sich sicherlich noch an „Problembär“ Bruno aus dem Sommer 2006 und vieles mehr.
Doch auch Lobbyisten nutzen diese Zeit gerne, um das sogenannte Sommerloch mit ihren Sichtweisen zu füllen. Exemplarisch versuchte sich beispielsweise die FDP in Groß-Umstadt in Szene zu setzen und ihre Ansichten zur Trinkwasserversorgung unter die Leute zu bringen. So sprachen sich die Liberalen bereits in der Ausgabe des Odenwälder Boten vom 11. Juli 2017 für die Übernahme unserer Trinkwasserversorgung durch den ZVG aus. Dies überrascht insofern, als dass die Stadtverordnetenversammlung bis Ende Juli einen Fragenkatalog von den Stadtwerken und dem ZVG beantwortet haben wollte, um eine sachliche Entscheidung zu treffen. Dieser Katalog war zu jenem Zeitpunkt allerdings noch gar nicht beantwortet. Die FDP allerdings verkündete trotzdem ihre Entscheidung - ein sachlich kompetenter Entscheidungsprozess sieht jedoch anders aus! Diese Vorgehensweise sagt viel über die Intention der Liberalen. Doch wir sind der Meinung, dass bei dem Thema Nitratbelastung des Wassers und der noch ausstehenden Entscheidung über die zukünftige Trinkwasserversorgung unserer Stadt (Beibehaltung der Eigenversorgung mit Bau einer Filteranlage oder Beitritt zum ZVG) Lobbyinteressen hintenan zu stehen haben und das Allgemeinwohl unserer Stadt im Fokus stehen muss.
Das vorläufige Endergebnis liegt uns nun endlich vor und hat sich im Vergleich zum Trendergebnis vom Wahlsonntag für uns Sozialdemokraten ein Stück weit verbessert.
Dank der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger von Groß-Umstadt und insgesamt 113.290 Stimmen ist es uns gelungen die 40%-Marke zu knacken und erneut die größte Fraktion zu stellen.
SPD Groß-Umstadt mit 40,5% erneut stärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung
Die Sitzverteilung wird deshalb so aussehen, dass wir Sozialdemokraten mit 15 Sitzen die größte Fraktion stellen werden. Die CDU erhält 8 Sitze, die BVG erhält 6 Sitze, die Grünen erhalten 5 Sitze und die FDP letztlich 3 Sitze.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die uns unterstützt und gewählt haben. Das gute Ergebnis ist uns aber auch Auftrag zugleich, um unsere Stadt weiterhin zum Wohle aller zu gestalten. Hand drauf!
Wir danken allen für das Vertrauen und freuen uns über das tolle Zwischenergebnis.
Es war ein langer und anstrengender Wahlkampf, der sich für uns und letztlich für Groß-Umstadt gelohnt hat. Wir werden auch in den nächsten 5 Jahren alles daran setzen, dass unsere Stadt so schön bleibt, wie sie ist, und dort verbessert wird, wo es möglich ist.
Es war uns erneut eine Ehre für das Wohl von Groß-Umstadt zu kandidieren und erwarten jetzt voller Aufregung das endgültige Wahlergebnis.
Wir rechnen damit am Dienstag das amtliche Endergebnis zu erfahren.