
Die erneute Verschiebung der Schwimmbaderöffnung, welche Bürgermeister Kirch (CDU) am 10. Mai verkündete, lässt nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger mit offenen Fragen zurück, sondern auch die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung in Groß-Umstadt. Verstärkt wurde dieser Eindruck vor allem nach der Besichtigung der dazugehörigen Baustelle am vergangenen Wochenende, wodurch selbst Laien zur Einsicht kommen konnten, dass eine Eröffnung des neuen Schwimmbads 2025 unrealistisch gewesen ist. Bisher hieß es nämlich bei jeder Nachfrage, in jedem der drei zuständigen Ausschüsse, dass wir im Zeitplan lägen und das Schwimmbad planmäßig öffnen werde. Doch diese Einschätzung war offensichtlich falsch, befindet sich das Areal doch größtenteils noch im Rohbau.
Bereits Ende 2023 wurden wir darüber informiert, dass es aufgrund unvorhergesehener Asbestfunde zu einer Verzögerung im Zeitplan komme und die Eröffnung des Schwimmbads nicht, wie geplant 2024, sondern erst im Jahr 2025 erfolgen werde. Ein Umstand, bei dem schon viele Stadtverordnete mit der Stirn runzelten, müsste man eine solche Möglichkeit doch eigentlich bei einem fachgerechten Umbau einkalkulieren. Doch was sind nun die Gründe für die erneute Verschiebung? Welche Fehler liegen der Fehleinschätzung des Zeitplans zugrunde? Und was kostet es uns am Ende?
„Der Schaden ist bereits angerichtet, denn nicht Wenige ziehen schon den Vergleich zu anderen Großbaustellen. Politik und Verwaltung haben in der Bevölkerung, ungeachtet der Zuständigkeiten, an Glaubwürdigkeit verloren. Es kann nicht sein, dass man uns Stadtverordneten immer wieder trotz geäußerter Zweifel versichert, dass wir im Zeitplan seien, wir diese Informationen weitergeben und dann so vor den Kopf gestoßen werden“, äußert der SPD-Parteivorsitzende und Stadtverordnete Dennis Alfonso Muñoz seinen Unmut. „Wir brauchen deshalb wieder Ordnung im ganzen Verfahren und maximale Transparenz, um weitere Mehrkosten zu verhindern. Denn eigentlich handelt es sich hier um einen großen Erfolg, der gerade durch Fehler im Management zur Posse verkommt.“

