In Kleestadt, Klein-Umstadt, Richen und dem Umstädter Teil der Gustav-Hacker-Siedlung haben die Erschließungsarbeiten für einen Glasfaserausbau bis zum Haus begonnen. Hierzu gibt es Rückfragen, warum dort und nicht woanders. Einfach weil hier die „Deutsche Glasfaser“ ihre Akquise begonnen hat und die Kabelinfrastruktur aus Richtung Schaafheim kommt. Aber die positive Ankündigung gilt weiterhin: Auch für die anderen Groß-Umstädter Bereiche wird es eine Akquise für einen Ausbau geben.
Was private Träger aber nicht erschließen sind Bereiche, die sich aus ihrer Sicht nicht „lohnen“. Wie im Gesundheitswesen, der Pflege und vielen anderen Bereichen haben private Engagements immer eine Renditeerwartung. Und genau hier zeigt sich der Mehrwert von Politik und der öffentlichen Hand. Anders als private Träger, die ihr Angebot marktwirtschaftlichen Regeln unterwerfen, anpassen und gegebenenfalls auch streichen müssen, wenn es sich nicht mehr rentiert, kann die öffentliche Hand hier weiterhin Leistungen für die Menschen vor Ort garantieren und direkt Einfluss auf das Angebot nehmen. Wo private Träger nicht investieren, weil es aus markwirtschaftlicher Sicht nicht attraktiv erscheint, kann die öffentliche Hand Investitionen in die Hand nehmen. So wie dies bereits mit dem Breitbandausbau der letzten Jahre geschehen ist, ohne den in Groß-Umstadt und dem Landkreis viele Home-Office-Lösungen nicht möglich gewesen wären.
Für die politischen Mandatsträger der SPD sind die direkten Rückmeldungen der Vereine zur Politik hier vor Ort sehr wertvoll. Vor allem angesichts der anstehenden Kommunalwahl am 14. März 2021 ist dieser Austausch essenziell, da die Weichen für die kommenden fünf Jahre in unserer Stadt gestellt werden. Um so erfreulicher ist es, dass die Rückmeldungen zum SPD-Wahlprogramm durchweg positiv sind, vor allem für den Kulturteil. Groß-Umstadt ist schließlich eine Stadt voller Leben, in der man nicht nur arbeitet oder wohnt, sondern an erster Stelle das Leben genießt. Als SPD möchten wir daher auch weiterhin alle kulturellen Initiativen unterstützen und dafür Sorge tragen, dass wir heimliche Kulturhauptstadt bleiben, unsere Vereinsvielfalt erhalten und auch die nächsten Jahre eine proeuropäische Haltung vorleben. „Mit diesen Maßnahmen aus unserem Programm, dass unseren politischen Kompass darstellt, wollen wir dafür sorgen, dass Groß-Umstadt eine attraktive Kommune voller Leben bleibt. Denn gerade während Corona wird ziemlich deutlich, wie sehr die Kultur hier fehlt. Trotzdem schauen wir mit Zuversicht und klarem Kurs nach vorn!“, betont der SPD-Vorsitzende Dennis Alfonso Muñoz.
Für uns ist Groß-Umstadt das Mittelzentrum mit gesunden Entwicklungschancen und hoher Lebensqualität. Denn Groß-Umstadt ist ein Mittelzentrum, das neben der Grundversorgung, die durch ein breites Angebot an Kindertagesstätten und Grundschulen, einen starken Einzelhandel und weitere Handwerks- und Dienstleistungseinrichtungen, einer breitgefächerten Gastronomie, einer Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten, einer breiten Versorgung mit Arztpraxen, einer großen Anzahl an Arbeitsplätzen, einer guten Verkehrsinfrastruktur und ÖPNV-Anbindung sowie weiterer öffentlicher Einrichtungen erfüllt wird, weitere wichtige Aufgaben für die Region übernimmt.
Die Sozialpolitik ist und bleibt für uns der kommunalpolitische Schwerpunkt, da sie für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in unserer Stadt von immenser Bedeutung ist. Daher verwundert es nicht, dass Groß-Umstadt für uns die soziale und familienfreundliche Stadt der gesellschaftlichen Vielfalt ist. Denn so lautet unser Leitbild für die Sozialpolitik in unserer Stadt. Groß-Umstadt besitzt nämlich ein großes und vielfältiges Betreuungsangebot für Kinder sowie Unmengen von Freizeitangeboten und eine Vielzahl von Spielplätzen. Die Interessenvertretung von Kindern und Familien ist eine der wichtigsten Querschnittsaufgaben, die hier übernommen wird; und zwar die Interessen aller Kinder, ganz gleich welcher Herkunft. In Groß-Umstadt wird zusätzlich großer Wert darauf gelegt die Integration in das Gemeinwesen früh zu beginnen, um Fremdenfeindlichkeit und Vorurteilen den Nährboden zu entziehen. Mütter und Väter sollen hier die Möglichkeit und die Freiheit haben, Erziehung und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dafür werden die Rahmenbedingungen so gestaltet, dass Eltern einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit nachgehen können, ohne sich um die Betreuung des Nachwuchses sorgen zu müssen.
Was ist uns unsere Gesundheit eigentlich wert? Diese Frage stellt sich für viele Personen spätestens mit der Corona-Pandemie und ist unserer Ansicht nach die Kernfrage der Gesundheitspolitik. Denn gerade jetzt müssen wir uns den Mehrwert eines Krankenhauses in öffentlicher Hand vor Augen führen, wie wir es in Groß-Umstadt besitzen. Natürlich kostet das viel Geld, aber dabei darf nicht vergessen werden, was wir dafür alles an Leistungen erhalten. Anders als private Träger, die ihr Angebot marktwirtschaftlichen Regeln unterwerfen, anpassen und gegebenenfalls auch streichen müssen, wenn es sich nicht mehr rentiert, kann die öffentliche Hand hier weiterhin Leistungen für die Menschen vor Ort garantieren und direkt Einfluss auf das Angebot nehmen. Was trägt wohl mehr zum Allgemeinwohl hier vor Ort bei? Deswegen finden wir es richtig, dass kräftig in unser Umstädter Krankenhaus investiert wird, auch wenn die Baustelle immer wieder für Unmut sorgt. Wir stärken damit die ärztliche Versorgung vor Ort und zeigen, dass „Privat vor Staat“ nicht die Musterlösung für alle Herausforderungen ist, sondern die öffentliche Hand viel mehr Vorteile besitzt, als es manche gerne darstellen; übrigens gäbe es ohne öffentliche Hand weder sozialen Wohnungsbau noch Breitbandausbau, der in Groß-Umstadt und dem Landkreis viele Home-Office-Lösungen erst ermöglicht hat.