Seit einigen Jahren sind die Einwohnerzahlen in Groß-Umstadt leicht rückläufig. „Dies liegt weniger an der mangelnden Attraktivität unserer Stadt, sondern eher daran, dass in Groß-Umstadt seit rund 20 Jahren kein größeres Baugebiet mehr ausgewiesen wurde,“ sagt Ortsvorsteher Klaus Mahla. Um zu verhindern, dass sich dieser Trend weiter verstärkt, muss dringend und vor allem für junge Familien Wohnraum geschaffen werden.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich die Anforderungen und der Bedarf nach Wohnraum verändert haben und die Ausweisung neuer Wohngebiete im klassischen Sinne wie in der Vergangenheit dem Bedarf nur noch teilweise gerecht wird. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass der Anteil kleinerer Haushalte steigt oder Arbeitnehmer heute flexibler bezüglich ihres Wohnorts sein müssen als früher.
Mit einer Person ist die FDP in der Stadtverordnetenversammlung in dieser Legislaturperiode vertreten. Viele persönliche Erklärungen, ständige Drohungen mit der Kommunalaufsicht und ständige Vorwürfe und Verdächtigungen stehen seit dem häufig im Raum. Auch die SPD tut sich nicht immer leicht im Umgang mit diesem neuen Ton im Parlament. Wichtig ist der SPD Fraktion aber, dass bei allen Auseinandersetzungen die Fakten nicht auf der Strecke bleiben. Daher hat eine jüngste Veröffentlichung des FDP Ortsverbandes und Herrn Dr. Roth für Kopfschütteln auf Seiten der SPD geführt. In einer Pressemitteilung wird jetzt behauptet, im Nachtragshaushalt der Stadt würden 91.000 Euro für einen Straßenbegeher bereitgestellt.
Spracherwerb ist der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und der Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf. Es sind vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern, die den weiteren Bildungsweg und damit den späteren Einstieg in das Erwerbsleben erheblich beeinträchtigen können. Daher sollen Kindertagesstätten mit zusätzlichen Ressourcen für eine alltagsintegrierte, frühe Sprachförderung mit qualitativer Grundlage ausgestattet werden.
„Die SPD Fraktion weist den Magistrat der Stadt Groß-Umstadt darauf hin, sich alsbald am Bewerbungsverfahren um finanzielle Zuwendungen aus der zweiten Förderwelle der Sprach- und Integrationsförderung der Bundesregierung zu beteiligen,“ sagt SPD Sozialausschussmitglied Karin Hartmann.
Am vergangenen Samstag fand in der Groß-Umstädter Stadthalle eine interessante Fortbildung zum Thema dopischer Haushalt statt. Mit Stadträtin Renate Filip, Fraktionsvorsitzenden Jens Zimmermann und den Stadtverordneten Oliver Schröbel und Jürgen Effenberger nahmen auch vier Mitglieder der SPD Fraktion teil. Die Inhalte wurden dabei mit dem Planspiel "Dopoly" vermittelt, das sehr plastisch die verschiedenen Geldströme einer Stadt darstellt. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass es gut investierte Zeit war und man gerade in diesem Bereich nie ausgelernt hat.
Am vergangenen Samstag kam die SPD Fraktion in der Groß-Umstädter Stadtverordnetenversammlung zu ihrer Herbstklausur zusammen. Im Gasthaus zur goldenen Krone standen die Themenfelder Stadtentwicklung und Kinderbetreuung auf dem Programm. Als Experten zum Thema Stadtentwicklung referierte Dr. Peter Hettenbach vom Institut für innovatives Bauen. Anhand zahlreicher Beispiele aus anderen Städten skizzierte Hettenbach wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Stadtentwicklung.Im Anschluss diskutierten die Fraktionsmitglieder Konsequenzen für Groß-Umstadt und brachten mehrere Anträge an die Stadtverordnetenversammlung auf den Weg.