Liebe Groß-Umstädterinnen und Groß-Umstädter,
wenn man sich wie ich für das Amt des Bürgermeisters bewirbt, muss man klar sagen was man will. Was ich im Themenbereich Kindertagesstätten, Kinderbetreuung und Angebote für Familien erreichen will, möchte ich Ihnen in den nächsten Tagen aufzeigen. Heute startet nämlich meine thematische Plakatwelle.
Ich werde dafür sorgen, dass jede Familie für ihr Kind die passende Betreuung bekommt! Deshalb bauen wir jetzt unsere Kitas aus. Aktuell können wir nicht jeden Betreuungswunsch erfüllen. Nicht nur in Groß-Umstadt, sondern im ganzen Land. Deswegen gilt es keine Zeit zu verlieren und zu handeln. Als Erster Stadtrat bin ich bereits jetzt in der Verantwortung. Zwei Bauprojekte haben wir bereits angestoßen:
An der Kita in Kleestadt laufen die vorbereitenden Maßnahmen. Im Mai soll es dort mit den Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen los gehen. Am Ende haben wir nicht nur eine runderneuerte Kita in Kleestadt, sondern auch eine verbesserte Mittagsversorgung und eine weitere Gruppe.
Für das zweite Projekt in Wiebelsbach ist der Baubeginn im Sommer geplant. Hier soll der gemütliche kleine Dorfkindergarten aus dem Altbau ausziehen und in einen modernen 3-gruppigen Neubau neben dem Bürgerhaus einziehen. Den alten Kindergarten möchte ich dann dem Schulträger anbieten, denn die benachbarte Grundschule platzt schon heute aus allen Nähten.
Für einen weiteren Neubau habe ich in den vergangenen Wochen schon manches auf den Weg gebracht. Dieser soll in der Mühlstraße in Umstadt entstehen. Hier müssen wir jetzt Planungsgrundlagen erarbeiten, damit auch dieses Projekt zeitig vorwärtskommt.
Parallel dazu will ich Wald- und Naturgruppen an bestehende Kitas „andocken“. Aktuell lasse ich prüfen, wo dies am ehesten möglich ist. Mein eigener Sohn hat den Waldkindergarten geliebt, wir selbst können diese Angebotsform sehr empfehlen.
Für neue Betreuungsplätze brauchen wir aber nicht nur Häuser, sondern auch Fachpersonal. Die Erzieherinnen und Erzieher machen den Unterschied in einer guten Betreuungslandschaft. Eine respektvolle Wertschätzung unserem Personal gegenüber ist die Grundlage, um weiteres Fachpersonal zu finden und so die Nachfrage abdecken zu können. Zudem stellen wir verschiedene Ausbildungsangebote in diesem Bereich zur Verfügung, vom Praktikum angefangen.
Matthias Kreh
Die Sicherheit von Wegen, die an Kindergärten, Schulen und Spielplätzen vorbeiführen ist und bleibt ein wiederkehrendes Thema. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist morgens und bereits am frühen Nachmittag besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gefragt. Das gilt besonders wieder seit Montag, denn zum Schulstart sind wieder viele Kinder zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs.
Um die Verkehrssicherheit unserer Kinder zu verbessern ist die SPD-Fraktion deshalb schon früh aktiv geworden und hat die Aufstellung sogenannter „Streetbuddies“ beantragt. Dabei handelt es sich um die großen, auffällig bunten Figuren, die nun an immer mehr Stellen im Stadtgebiet zu sehen sind. Begleitend zu den bewährten Aktionen der Verkehrswachten zum Schulstart wird hier ein zusätzliches und dauerhaftes Signal der Verkehrsberuhigung gesendet.
„Ich unterstütze die SPD-Initiative zur Aufstellung von Streetbuddies ausdrücklich! Wir brauchen im Straßenverkehr mehr Rücksicht, um Unfälle zu vermeiden. Gerade rund um Schulen, Spielplätzen und Kindergärten heißt es zum Schutze unserer Kinder deshalb „runter vom Gas“, so Groß-Umstadts erster Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Matthias Kreh und fährt fort: „Gerade die Streetbuddies erhöhen die Aufmerksamkeit deutlich und machen allen klar, dass hier vermehrt Kinder unterwegs sind. Schließlich sind sie als schwächste Teilnehmer im täglichen Straßenverkehr ganz besonderen Risiken ausgesetzt.“
Nach den Weihnachtsferien sind ab Montag wieder viele Kinder zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs. „Ich bitte alle Verkehrsteilnehmer gerade in der dunklen Jahreszeit um besondere Vorsicht und Rücksicht. Gerade rund um Schulen und Kindergärten heißt es „runter vom Gas“, so Groß-Umstadts erster Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Matthias Kreh. „Natürlich haben wir auch als Stadt die Verkehrssicherheit rund um Kitas und Schulen im Blick. Streetbuddies, Tempo 30 und Geschwindigkeitskontrollen können helfen, aber am besten wirkt allgemeine Rücksicht im Straßenverkehr,“ so Kreh weiter.
Auch Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern einen Beitrag zu einem sicheren Fußweg leisten. Dazu gehört den Schulweg nochmal gemeinsam begehen, kritische Querrungen besprechen und wichtige Verkehrsregeln durchgehen. Auch die Kleidung spielt eine wichtige Rolle im Dunklen und während der Dämmerung. Hierbei können Reflektoren oder Sicherheitswesten für die entscheidende Sichtbarkeit sorgen.
Ob als Fußgänger, als Mitfahrer im Auto, unterwegs auf dem Fahrrad oder in öffentlichen Verkehrsmitteln: Immer sind Kinder als die schwächsten Teilnehmer im täglichen Straßenverkehr ganz besonderen Risiken ausgesetzt. Oft wissen sie die Folgen eigenen und fremden Verhaltens noch nicht richtig einzuschätzen und geraten deshalb immer wieder in heikle Situationen und Gefahr.
Die Aktion „Gib Acht im Verkehr“ gibt zu bedenken: Kinder haben einen kleineren Blickwinkel als Erwachsene, Kinder hören Fahrzeuge, erkennen aber spät, aus welcher Richtung sie kommen, Kinder können die Straße schlechter überblicken, Kinder können die Entfernung zu fahrenden Autos schlechter einschätzen, Kinder lassen sich leicht ablenken, Kinder träumen, trödeln und laufen plötzlich los, Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und brauchen am meisten Schutz.
Die SPD Groß-Umstadt kam am Montagabend zur Mitgliederversammlung in der Turnhalle des TV Semd e.V. zusammen, um einen Kandidaten für die im März 2022 anstehende Bürgermeisterwahl zu wählen. Dies wurde durch den plötzlichen und unerwarteten Tod von Bürgermeister Joachim Ruppert notwendig, da der Gesetzgeber in dieser Situation nach spätestens 4 Monaten die Wahl einer Nachfolge vorschreibt. Gleich zu Beginn erhoben sich daher die anwesenden Genossinnen und Genossen zu einer Gedenkminute. „Joachim war einer von uns. Er war nicht nur unser Bürgermeister, sondern vor allem unser Freund. Und so werden wir ihn auch in lieber Erinnerung behalten. Deshalb fühlt es sich auch so falsch an, nach dieser kurzen Zeit über seine Nachfolge sprechen zu müssen. Doch obwohl wir noch immer trauern, sind wir als Partei geeint und stellen uns dieser Aufgabe“, wandte sich der SPD-Vorsitzende Dennis Alfonso Muñoz zu Beginn an die versammelten Mitglieder.
Mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod unseres Bürgermeisters Joachim Ruppert haben wir einen treuen und liebevollen Freund verloren. Noch immer können wir es kaum begreifen oder akzeptieren. Der Schmerz sitzt tief und doch berührt es sehr zu sehen, wie groß die Anteilnahme in unserer Stadt, unserer Region und vor allem in unseren Partnerstädten ist. Die vielen Kerzen und Blumen vor dem Rathaus zeugen davon. Ebenso, wie die vielen Bilder der verschiedensten Feste von Personen und Vereinen in den sozialen Netzwerken, die einen glücklichen und lebensfrohen Joachim zeigen. Auch wenn er nicht mehr da ist, sollten wir ihn genau so in Erinnerung behalten.
Joachim Ruppert war 29 Jahre Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und vertrat diese als Mitglied des Ortsbeirates und als Ortsvorsteher in Heubach sowie als Stadtverordneter in Groß-Umstadt. Vor allem als Bürgermeister unserer Stadt wird er uns allen im Gedächtnis bleiben, der in dieser Funktion 16 Jahre lang die Geschicke Groß-Umstadts geleitet hat.
Selbst in schwierigen Zeiten wusste er mit Ruhe und Vernunft zu führen und hat sich über alle Parteigrenzen hinweg großen Respekt erworben. Besonders die europäische Idee lag ihm sehr am Herzen, welche er als Präsident des Verschwisterungskomitees stärkte. Gerade durch sein Engagement wurden aus den Städtepartnerschaften mit Saint-Péray, Santo Tirso und Dicomano echte europäische Freundschaften. Er war ein Sozialdemokrat und Europäer vorbildlicher Art und ein wahres Beispiel für Gerechtigkeit und Solidarität.
Unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei seiner Familie.