Nach den Weihnachtsferien sind ab Montag wieder viele Kinder zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs. „Ich bitte alle Verkehrsteilnehmer gerade in der dunklen Jahreszeit um besondere Vorsicht und Rücksicht. Gerade rund um Schulen und Kindergärten heißt es „runter vom Gas“, so Groß-Umstadts erster Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Matthias Kreh. „Natürlich haben wir auch als Stadt die Verkehrssicherheit rund um Kitas und Schulen im Blick. Streetbuddies, Tempo 30 und Geschwindigkeitskontrollen können helfen, aber am besten wirkt allgemeine Rücksicht im Straßenverkehr,“ so Kreh weiter.
Auch Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern einen Beitrag zu einem sicheren Fußweg leisten. Dazu gehört den Schulweg nochmal gemeinsam begehen, kritische Querrungen besprechen und wichtige Verkehrsregeln durchgehen. Auch die Kleidung spielt eine wichtige Rolle im Dunklen und während der Dämmerung. Hierbei können Reflektoren oder Sicherheitswesten für die entscheidende Sichtbarkeit sorgen.
Ob als Fußgänger, als Mitfahrer im Auto, unterwegs auf dem Fahrrad oder in öffentlichen Verkehrsmitteln: Immer sind Kinder als die schwächsten Teilnehmer im täglichen Straßenverkehr ganz besonderen Risiken ausgesetzt. Oft wissen sie die Folgen eigenen und fremden Verhaltens noch nicht richtig einzuschätzen und geraten deshalb immer wieder in heikle Situationen und Gefahr.
Die Aktion „Gib Acht im Verkehr“ gibt zu bedenken: Kinder haben einen kleineren Blickwinkel als Erwachsene, Kinder hören Fahrzeuge, erkennen aber spät, aus welcher Richtung sie kommen, Kinder können die Straße schlechter überblicken, Kinder können die Entfernung zu fahrenden Autos schlechter einschätzen, Kinder lassen sich leicht ablenken, Kinder träumen, trödeln und laufen plötzlich los, Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und brauchen am meisten Schutz.
Die SPD Groß-Umstadt kam am Montagabend zur Mitgliederversammlung in der Turnhalle des TV Semd e.V. zusammen, um einen Kandidaten für die im März 2022 anstehende Bürgermeisterwahl zu wählen. Dies wurde durch den plötzlichen und unerwarteten Tod von Bürgermeister Joachim Ruppert notwendig, da der Gesetzgeber in dieser Situation nach spätestens 4 Monaten die Wahl einer Nachfolge vorschreibt. Gleich zu Beginn erhoben sich daher die anwesenden Genossinnen und Genossen zu einer Gedenkminute. „Joachim war einer von uns. Er war nicht nur unser Bürgermeister, sondern vor allem unser Freund. Und so werden wir ihn auch in lieber Erinnerung behalten. Deshalb fühlt es sich auch so falsch an, nach dieser kurzen Zeit über seine Nachfolge sprechen zu müssen. Doch obwohl wir noch immer trauern, sind wir als Partei geeint und stellen uns dieser Aufgabe“, wandte sich der SPD-Vorsitzende Dennis Alfonso Muñoz zu Beginn an die versammelten Mitglieder.
Mit dem plötzlichen und unerwarteten Tod unseres Bürgermeisters Joachim Ruppert haben wir einen treuen und liebevollen Freund verloren. Noch immer können wir es kaum begreifen oder akzeptieren. Der Schmerz sitzt tief und doch berührt es sehr zu sehen, wie groß die Anteilnahme in unserer Stadt, unserer Region und vor allem in unseren Partnerstädten ist. Die vielen Kerzen und Blumen vor dem Rathaus zeugen davon. Ebenso, wie die vielen Bilder der verschiedensten Feste von Personen und Vereinen in den sozialen Netzwerken, die einen glücklichen und lebensfrohen Joachim zeigen. Auch wenn er nicht mehr da ist, sollten wir ihn genau so in Erinnerung behalten.
Joachim Ruppert war 29 Jahre Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und vertrat diese als Mitglied des Ortsbeirates und als Ortsvorsteher in Heubach sowie als Stadtverordneter in Groß-Umstadt. Vor allem als Bürgermeister unserer Stadt wird er uns allen im Gedächtnis bleiben, der in dieser Funktion 16 Jahre lang die Geschicke Groß-Umstadts geleitet hat.
Selbst in schwierigen Zeiten wusste er mit Ruhe und Vernunft zu führen und hat sich über alle Parteigrenzen hinweg großen Respekt erworben. Besonders die europäische Idee lag ihm sehr am Herzen, welche er als Präsident des Verschwisterungskomitees stärkte. Gerade durch sein Engagement wurden aus den Städtepartnerschaften mit Saint-Péray, Santo Tirso und Dicomano echte europäische Freundschaften. Er war ein Sozialdemokrat und Europäer vorbildlicher Art und ein wahres Beispiel für Gerechtigkeit und Solidarität.
Unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei seiner Familie.
Die Parteispitzen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben am vergangenen Mittwoch einen Koalitionsvertrag vorgestellt, der die Grundlage für die Bildung der ersten Ampelkoalition auf Bundesebene bildet. Die Vertreterinnen und Vertreter machten deutlich, dass sich hier nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt wurde, sondern auf eine gemeinsame Zukunftsvision und eine Politik der großen Wirkung.
Dies trifft auch in Groß-Umstadt auf ein erstes positives Echo, wie der Groß-Umstädter SPD-Vorsitzende Dennis Alfonso Muñoz unterstreicht: „Ich freue mich über die Einigung der drei Parteien. Sie atmet Erneuerung und Aufbruch. Es wird Zeit für eine neue Regierung und vor allem eine neue Politik des Respekts und der Gerechtigkeit, der Moderne und der Nachhaltigkeit. Gerade die Ampelkoalition unter Führung der SPD kann dieses Versprechen einlösen. Dafür haben wir uns im Wahlkampf eingesetzt und das wollen wir nun auch umsetzen.“