Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag zur Anpassung des Bedarfs und Entwicklungsplans der Feuerwehr eingebracht. Ziel ist es, die hauptamtlichen Strukturen bei der Gerätewartung und in der Führung der Feuerwehr zu stärken und damit die Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern. Hintergrund ist die aktuelle Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Groß-Umstädter Feuerwehr, der selbst einen deutlich gestiegenen Arbeitsaufwand bei Wartung, Prüfung und Dokumentation von Feuerwehrgeräten und Fahrzeugen feststellt. Die Feuerwehr hatte darin bereits deutlich gemacht, dass die vorhandenen zwei hauptamtlichen Gerätewarte nicht mehr ausreichen, um die gesetzlichen Anforderungen zuverlässig zu erfüllen. Diese fachliche Einschätzung greift die SPD-Fraktion nun auf und will sie konsequent umsetzen.
Die SPD fordert deshalb, die im Plan vorgesehene ehrenamtliche Lösung durch eine dritte hauptamtliche Stelle zu ersetzen. „Die Feuerwehr hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass Wartung, Prüfung und Dokumentation sicherheitskritisch und haftungsrelevant sind. Diese Aufgaben gehören in hauptamtliche Hände. Wir setzen mit unserem Antrag genau die ursprüngliche Intention der Feuerwehr um“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Marvin Donig.
Zusätzlich beantragt die SPD-Fraktion eine befristete vierte hauptamtliche Stelle, um den erheblichen Inventarisierungs- und Prüfungsstau abzuarbeiten, der sich in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Auch dieser Umstadt ist im Bedarfs-und Entwicklungsplan ausdrücklich beschrieben worden. Nur mit zusätzlichem Personal kann in absehbarer Zeit wieder ein rechtssicherer Zustand bei Ausrüstung und Dokumentation erreicht werden.
Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die Führung der Feuerwehr. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan weist auch hier auf eine stetig wachsende administrative Belastung der ehrenamtlichen Führungskräfte hin. Die SPD-Fraktion fordert deshalb, zu prüfen, wie kurzfristig Mittel für eine hauptamtliche Unterstützungsstelle bereitgestellt werden können. „Die Feuerwehr selbst warnt davor, dass die Belastung der Ehrenamtlichen immer größer wird. Wenn wir diese Entwicklung nicht stoppen, gefährden wir die Besetzung wichtiger Führungsfunktionen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dennis Alfonso Muñoz.
Die SPD-Fraktion sieht ihren Antrag als klares Bekenntnis zum Ehrenamt. „Unsere Feuerwehrleute stehen Tag und Nacht für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt ein. Dieses Engagement verdient Respekt und eine professionelle Unterstützung durch die Stadt.Wer das Ehrenamt stärken will, muss für verlässliche Strukturen sorgen. Genau darum geht es in unserem Antrag“, erklären Donig und Alfonso Muñoz abschließend.

