Wir brauchen einen Energiekonsens für Groß-Umstadt

Veröffentlicht am 25.01.2011 in Kommunalpolitik

Die ständige weitere Verknappung und die stetige Verteuerung von Öl und Gas, der Klimawandel und die unkontrollierbaren Risiken der Atomkraft machen das Umsteuern hin zu erneuerbaren Energien zu einer wesentlichen Zukunftsfrage. Dabei vertritt die SPD Groß-Umstadt die Auffassung, dass auch eine Kleinstadt wie Groß-Umstadt an der Lösung dieser Herausforderungen mitarbeiten muss und sie nicht anderen Ebenen alleine überlassen kann.
Die Groß-Umstädter SPD setzt sich dabei ein für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu einem intelligenten, dezentralen Versorgungsnetz mit heimischer Energieerzeugung in örtlicher Trägerschaft.

Erneuerbare Energien als wirtschaftspolitische Chance
Für die SPD ist der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur eine umweltpolitische Notwendigkeit. Sie ist auch eine historische wirtschaftspolitische Chance! Jedes Jahr wird zurzeit Energie im Wert von vielen Milliarden Euro nach Hessen importiert. Ein Großteil davon kommt aus Ländern mit politisch instabiler Lage oder mit fragwürdigen politischen Systemen. In jedem Fall aber fließt von uns erwirtschaftetes Vermögen in Länder mit den entsprechenden Bodenschätzen.
Es erscheint unumstritten, dass bereits in naher Zukunft die Preise für fossile Energieträger die der erneuerbaren übersteigen werden. „Wer dann erst anfängt, seine Energieversorgung umzubauen, hat viel Zeit und vor allem die Chancen auf Ansiedelung neuer Branchen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung verloren. Eine dezentrale und erneuerbare Energieversorgung kann dazu beitragen, dass ein immer größerer Teil der Wertschöpfung im Land, in der Region, im Kreis und in der Kommune bleibt,“ unterstreicht SPD Fraktionsvize Jens Zimmermann.

Erneuerbare Energien – eine Chance für Handwerk, Mittelstand und Kommunen
Erneuerbare Energien und Maßnahmen für mehr Energieeffizienz generieren Aufträge in Handwerk und mittelständischen Unternehmen. Sie helfen dabei, die Vorreiterrolle der deutschen Wirtschaft auf diesem Zukunftsfeld auszubauen. Anlagen der erneuerbaren Energien können in doppelter Hinsicht Geld in die klammen kommunalen Kassen spülen: Zum einen durch Erträge, wenn sich die Anlage in kommunalem Besitz befindet, und zum anderen durch nicht zunehmend steigende Gewerbesteueranteile.
Erneuerbare Energien und energieeffiziente Maßnahmen machen Bürgerinnen und Bürger sowie kleine und mittelständische Unternehmen unabhängig von steigenden Rohstoffpreisen und führen so zu Kosteneinsparungen.
Die Umstädter SPD vertritt allerdings auch den Standpunkt, dass es sich bei der zukünftigen Versorgung unserer Stadt mit Energie um kein Thema handelt, das auf die schnelle gelöst werden kann. Es gilt in vielen Bereichen verschiedene Argumente gegeneinander abzuwägen.

Deshalb brauchen wir ein Umstädter Energiekonzept, das unsere Interessen in den Mittelpunkt stellt

Wie soll dieses Konzept erarbeitet werden ?
„Die Umstädter SPD meint es ernst mit der Bürgerbeteiligung, deshalb kann ein solch wichtiges Thema nur gemeinsam erarbeitet werden!“ sagt Karl Dörr, die treibende Kraft der Umstädter Konsenskultur. Dörr weiter: „In meinen Augen sollte das Verfahren wie folgt aussehen:
1. Die Vorbereitung sollte durch die entsprechenden Gremien erfolgen um die Rahmenbedingungen festzulegen und die nötige Finanzierung sicherzustellen.
2. Die eigentliche Konzepterarbeitung sollte durch eine Zukunftswerkstatt geschehen.
Das Verfahren der Zukunftswerkstatt ist geeignet um kreative Problemlösungen zu entwickeln.
Es gliedert sich in eine
-Kritikphase, in der bestehende Probleme möglichst offen thematisiert werden sollen,
-eine Visionsphase, in der ohne Bezug auf die tatsächlichen Realisierungsmöglichkeiten optimale Lösungen diskutiert werden und
-eine Realisierungsphase, in der mögliche Lösungen erarbeitet werden.“

Die einzelnen Phasen der Konzeptentwicklung sollen als offene Foren veranstaltet und durch externe Moderatoren geleitet und für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen sein.
Die Ergebnisse der einzelnen Foren werden veröffentlicht.
Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft sollen jeweils zu Beginn der einzelnen Phasen gehört werden und die Zwischenergebnisse und das Endergebnis kommentieren.

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