Groß-Umstadt nimmt sich eine Auszeit beim Thema Windkraft

Veröffentlicht am 14.02.2011 in Kommunalpolitik

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Groß-Umstadt hat in ihrer letzten Sitzung dieser Legislaturperiode eine bis zu zwei Jahre dauernde Auszeit für die Errichtung von Windkraftanlagen genommen. Damit wird der Magistrat beauftragt, neuen Vorhaben das Einvernehmen zu versagen und diese Grundsatzposition gegenüber den Genehmigungsbehörden zu vertreten. Auch wenn die Entscheidung über den Bau neuer Anlagen beim Regierungspräsidium liegt, wurde durch diese Entscheidung nun eine eindeutige Haltung Groß-Umstadts erzielt. Der Antrag wurde durch die Stimmen der gesamten SPD-Fraktion angenommen, während die meisten anderen Fraktionen uneinheitlich dagegen stimmten bzw. sich der Stimme enthielten.

„Das Abstimmungsergebnis zeigt ganz deutlich, dass momentan außer der SPD keine andere Fraktion eine Vorstellung über die Zukunft der erneuerbaren Energien und vor allem der Windkraft in Groß-Umstadt hat,“ so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Jens Zimmermann, im Anschluss an die Debatte.

Die SPD sieht es als wichtige Aufgabe, Festlegungen für eine nachhaltige Energiepolitik unserer Stadt zu treffen. Dies schließt auch das Thema Windkraftanlagen mit ein. Groß-Umstadt braucht ein Energiekonzept, das von der Bevölkerung mitgetragen wird. Aus diesem Grund sollen vor der Erstellung eines solchen Konzeptes keine weiteren vollendeten Tatsachen geschaffen werden. „Wir brauchen nicht weniger Konsenskultur in Groß-Umstadt, sondern mehr!“, so Zimmermann bei der Begründung des von der SPD gestellten Antrags. Die Erarbeitung des Flächennutzungsplans habe gezeigt, wie es gehen kann. Über 600 Bürgerinnen und Bürger haben an der Erstellung dieses wichtigen Planungsinstruments mitgewirkt. „Konsens muss nicht heißen, dass alle Entscheidungen einstimmig getroffen werden, aber jeder muss die Möglichkeit bekommen, seine Ideen oder Einwände einbringen zu können“, sagte abschließend Karl Dörr, der „Architekt“ der Konsenskultur im Umstädter Stadtparlament.

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