Groß-Umstadt ist zweifelsfrei die Energiestadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Nirgendwo sonst gibt es eine solche Fülle an regenerativen Energiequellen, nirgends wird mehr Strom aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Neben den zahlreichen kleinen und großen Solaranlagen und den vier Windrädern gibt es auch noch die Biogasanlage und die erste im Bau befindliche Geothermieanlage. Damit sind bei weitem noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
Umso erstaunter zeigt sich die SPD Fraktion im Groß-Umstädter Stadtparlament
über den offensichtlich blinden Aktionismus, der bei den Grünen ausgebrochen zu sein scheint. Noch bevor auch nur Ansätze eines Konzeptes auf dem Tisch liegen, soll die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Denkpause bei der Errichtung von Windkraftanlagen zurückgenommen werden.
Als sehr bedenklich sieht die SPD Äußerungen von Seiten der Grünen, dass der Konsens, also die breite Einigung, bei diesem Thema keine Rolle spielen soll. „Ich finde es faszinierend von einer Partei zu hören, die sich selbst gerne an die Spitze jeder Protestbewegung stellt, dass bei diesem Thema offensichtlich einfach Fakten geschaffen werden sollen,“ so SPD Fraktionsvorsitzender Jens Zimmermann.
Die Umstädter Sozialdemokraten sind sich einig, dass die Weiterentwicklung der Energieversorgung in Groß-Umstadt nur mit einer breiten Bürgerbeteiligung geschehen kann. Am Ende dieses Prozesses muss immer ein Umstädter Energiekonzept stehen, dass die Leitlinien des Ausbaus vorgibt. „Es macht einfach mehr Sinn, lieber sechs Monate länger nachzudenken und ein vernünftiges Konzept zu entwickeln, als Flickschusterei auf Grund von Panikmache abzuliefern,“ so Zimmermann weiter. Wichtig ist nach Auffassung der SPD außerdem einen möglichst großen Teil der Wertschöpfung in Groß-Umstadt und der Region zu behalten.